Gemeinde-
und Bezirkssuche

Schlüssel des Glaubens

15.12.2021

Seinen letzten Gottesdienst als zuständiger Bischof im Bezirk Mittelland hielt Thomas Wihler am 15. Dezember 2021 in Aarau. Am Schluss des Gottesdienstes dankte der Bezirksvorsteher dem Bischof für seine Begleitung und seine Unterstützung während der vergangen vier Jahre.

 
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Seinem Dienen legte er den Bibeltext aus Lukas 4, 21.22 zugrunde: «Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn?»


Der Bischof erwähnte bereits im Eingangsgebet unsere Zukunft: Sie ist real! Nach dem Liedvortrag des Chores wies er auf den Segen Gottes hin und stellte die Frage «Was segnet er denn?» Anstelle von Enttäuschung und Zweifel segnet Gott unsere Liebe, unsere Zuversicht, unser Wesen, die Freude, den Mut. Auf dem Weg zu Jesus gilt es, seinen Segen anzunehmen.


Als Schlüssel dazu nennt er, Vertrauen zu haben zu Gott, dass er uns in allen Situationen führt.


Zum Bibelwort erläuterte der Bischof zunächst den Zusammenhang. Jesus war nach Nazareth gekommen und ging in die Synagoge, wo er eine Schriftrolle erhielt, aus der er vorlas – Jesaja 61, 1 und 2. »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit 19 und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.« Danach gab er die Schrift zurück und redete mit den Anwesenden, wie im Bibelwort steht.


Zuerst hatten die Zuhörer seine Aussagen akzeptiert, dann kamen aber Zweifel auf, was sich in der Frage zeigt «Ist das nicht Josefs Sohn?»


Für uns ist das Wort heute auch erfüllt: Heute ist Weihnachten.


Der Schlüssel für diese Erkenntnis: Der Glaube an den Sohn Gottes. Ein Beispiel dafür ist Bartimäus. Er war blind und ihm wurde gesagt, Jesus aus Nazareth sei da. Als er das hörte rief er: «Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!» Für ihn war Jesus keiner aus Nazareth, sondern der verheissene Nachfahre von David.


Die Erwähnung der Ohren weist darauf hin, dass Jesus eine Botschaft in Worten brachte, also für die Ohren bestimmt. Damit ist die Einladung verbunden, die Offenbarungen Jesu anzunehmen. Diese Worte sind auch heute erfahrbar, erlebbar. Viele Menschen leiden unter mancherlei Verhältnissen. Jesus hat jedoch eine Botschaft für die Armen, die Zerschlagenen gebracht.


Der Schlüssel zu dieser tröstlichen Botschaft ist, ihn anzunehmen. Das heisst auch, ein Verlangen nach Jesus Christus zu verspüren. Als Beispiel führte er Simeon an, der im Tempel auf Jesus wartete bis er ihn sehen durfte. Dieses Sehnen als tiefen Herzenswunsch mögen auch wir haben und bewusst erleben!


Nach dem Dienen des Bischofs gestaltete der Dirigent ein offenes Singen mit der Gemeinde, indem er einen Kanon einübte.


Der Bezirksvorsteher diente mit und beleuchtete den Begriff «Erwartungen». Was erwarten wir vom Gottesdienst? Hauptsächlich Liebe und Barmherzigkeit. Ist unsere Erwartung, unser Sehnen nach Jesus so gross, dass wir ihn täglich erwarten?


Zum Abschluss der Predigt stellte der Bischof die Frage in den Mittelpunkt: «Erkennen wir, dass wir die Hilfe Gottes nötig haben?» Als Beispiel führte er Noah an, der für den Bau der Arche und die lange Wartezeit stets auf Gott vertraut hat.


Hierzu erwähnte er auch alles, was wir wirklich brauchen – unsere tiefen Bedürfnisse, die von Gott erfüllt werden.


Nach dem Gottesdienst ergriff der Bezirksvorsteher nochmals das Wort und dankte dem Bischof für sein Wirken während der letzten vier Jahren im Bezirk, für die Offenheit und Anteilnahme, für die Unterstützung auch in schwierigen Situationen. Die Gemeinde unterstrich diesen Dank mit einem herzlichen Applaus.